Artikel

Netzwerk

Wie sicher ist der kostenlose WLAN-Service in Hotels?

Von Kim Boatman


Wer heutzutage unterwegs ist, findet in vielen Hotels kostenlose oder preisgünstige WLAN-Verbindungen. Kostenloser Internetservice ist eine feine Sache. Doch nicht immer ist leicht zu erkennen, ob eine öffentliche WLAN-Verbindung auch sicher ist – selbst in großen Hotels.

Bevor Sie also ein Risiko eingehen und dem WLAN-Service eines Hotels vertrauen, sollten Sie einige Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Hier sind einige Tipps, wie Sie sich schützen können:

  1. Sorgen Sie für Sicherheit.
    Die Firewall Ihres Computers und eine leistungsstarke Antivirus-Software sind eine erste wichtige Abwehrmaßnahme, erklärt Mark D. Rasch, Mitbegründer von Secure IT Experts – eine Organisation, die Unternehmen in Sicherheitsfragen berät. Ihre Firewall regelt den ein- und ausgehenden Datenverkehr auf Ihrem Computer, indem sie Daten passieren lässt oder abweist. Stellen Sie daher sicher, dass Ihre Firewall aktiviert ist.

    Wenn Sie mit Windows arbeiten, klicken Sie auf das Startmenü und anschließend auf die Systemsteuerung. Klicken Sie auf das Sicherheitscenter (halten Sie nach dem mehrfarbigen Schutzschild Ausschau). Ein grüner Indikator signalisiert, dass Ihre Firewall aktiviert ist. Wenn Sie einen Mac verwenden, öffnen Sie "Systempräferenzen", und klicken Sie dann nacheinander auf "Sharing" und "Firewall". Halten Sie außerdem Ihre Sicherheitssoftware auf dem neuesten Stand, und führen Sie tägliche Scans aus, während Sie unterwegs sind.
  1. Achten Sie darauf, dass Sie mit dem richtigen Netzwerk verbunden sind. 
    Für den kostenlosen WLAN-Zugang des Hotels ist meistens ein Kennwort oder eine Zugangsnummer erforderlich, die Sie an der Hotelrezeption erhalten. Vergewissern Sie sich, dass Sie tatsächlich mit dem WLAN des Hotels verbunden sind und nicht mit einem so genannten "bösen Zwilling". Mit diesem als "Evil Twin" bekannten Hackertrick sollen ahnungslose WLAN-Benutzer getäuscht werden, um deren persönliche Daten zu entwenden und für Identitätsdiebstahl oder andere Betrügereien zu nutzen. Täuschend echt aussehende Websites verwenden eventuell einen Namen, der dem Namen des Hotels ähnelt. Fragen Sie deshalb an der Rezeption nach, falls Sie sich nicht sicher sind.
  1. Vermeiden Sie Dateifreigaben.
    David Callisch, Vice President of Marketing bei Ruckus Wireless, einem Unternehmen, das Drahtlosnetzwerke in Hotels installiert, rät Benutzern, sich von File-Sharing-Websites wie Lime Wire und Morpheus, die kostenlose Software-Downloads zur Verfügung stellen, fernzuhalten.

    "Vermeiden Sie Aktivitäten, bei denen zwei Computer miteinander kommunizieren", so der Rat von David Callisch. Dateitauschbörsen können Ihren Computer für bösartige Angriffe wie Viren oder Spyware anfällig machen.
  1. Trennen Sie die Verbindung, sobald Sie sie nicht mehr benötigen.
    Reduzieren Sie Ihr Risiko, indem Sie die Verbindung mit dem Netzwerk trennen, wenn Sie das WLAN nicht aktiv nutzen.
  1. Vermeiden Sie finanzielle Transaktionen.
    Um ganz sicher zu gehen, sollten Sie Online-Einkäufe oder Zugriffe auf Ihr Bankkonto über die kostenlose WLAN-Verbindung weitgehend vermeiden, sagt Mark D. Rasch. Sollten Sie dennoch finanzielle Online-Transaktionen abwickeln müssen, stellen Sie sicher, dass die Website durch HTTPS (ein Protokoll, das eine sichere Verbindung bereitstellt) geschützt ist. Auf einer sicheren Website wird in der Internetadresse "https" anstatt "http" sowie in der unteren rechten Ecke ein kleines Vorhängeschloss angezeigt.
  1. Verwenden Sie ein VPN.
    Wenn Sie beruflich unterwegs sind, sollten Sie sich erkundigen, ob Ihr Unternehmen ein VPN (Virtual Private Network) verwendet.  Ein VPN ist ein Computernetzwerk, das Mitarbeitern von außerhalb des Unternehmens Zugriff auf Unternehmensserver ermöglicht. Diese Netzwerke arbeiten mit Datenverschlüsselungstechnologien, die sicheren Zugriff auf Unternehmensdaten über eine Internetverbindung gewährleisten.  Ihre Online-Aktivitäten werden im VPN verschlüsselt, so dass die Übeltäter nicht sehen können, womit Sie sich beschäftigen. Wenn Sie privat unterwegs sind, können Sie ebenfalls einen VPN-Service erwerben. Unternehmen wie HotSpotVPN bieten sogar die Möglichkeit, ihren Service nur für kurze Zeit, beispielsweise einige Tage, in Anspruch zu nehmen.
  1. Ändern Sie Ihre Kennwörter regelmäßig.
    Böswillige Hacker sind oft in ungesicherten Netzwerken auf der Suche nach Kennwortinformationen unterwegs, meint David Callisch. Vielleicht ist es für Sie keine große Sache, wenn jemand Ihre Benutzer-ID und Ihr Kennwort für Facebook ausspioniert. Was kann ein Hacker im schlimmsten Fall schon anrichten? Ihren Status ändern oder ein paar Freunde löschen? Wiegen Sie sich nicht in falscher Sicherheit, warnt David Callisch.

    Viele von uns nutzen dieselben Kennwörter und Benutzer-IDs für unterschiedliche Online-Aktivitäten. So ist häufig das Kennwort für Facebook dasselbe wie für unsere Bankgeschäfte im Internet. "Schützen Sie sich angemessen, und verwenden Sie immer wieder neue Kennwörter", rät David Callisch. Den meisten von uns fällt es schwer, sich mehrere Kennwörter zu merken. Dennoch sollten wir den Überblick über verschiedene Kennwörter behalten, meint David Callisch.

Wenn Sie die oben beschriebenen Vorsichtsmaßnahmen beachten, können Sie jedes Hotel-WLAN ohne Angst vor Sicherheitsrisiken nutzen, so David Callisch. Wieder ein Grund weniger, sich unterwegs den Schlaf rauben zu lassen.


Kim Boatman ist eine in Silicon Valley, Kalifornien, ansässige Journalistin. Sie berichtet seit mehr als 15 Jahren über die verschiedensten Themen für die San Jose Mercury News.

Weitere Artikel >
Symantec Security Check

Testen Sie, welchen Online-Sicherheitsrisiken Ihr Computer ausgesetzt ist, und erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Ihren Computer besser schützen können.

Testen
Symantec-Tools
Norton-Lösungen

Schützen Sie Ihren Computer vor einer Vielzahl von Bedrohungen aus dem Internet, und greifen Sie mit Symantec auf Ihre bevorzugten Websites zu.

Besuchen
Safety Inquiry

Haben Sie schon einmal Spionagesoftware auf Ihrem Computer gefunden?

Abstimmen